Über Richard Küchen


           Richard Küchen            



Richard Küchen wurde am 15.03.1898 in Bielefeld als Sohn eines Dampfmaschinenfabrikantens geboren.

Neben einer Mechanikerlehre besuchte er als Autodidakt Abendkurse und hörte Vorlesungen an der TH Darmstadt.
Im ersten Weltkrieg arbeitete Küchen bei Schütte-Lanz in Mannheim.

1918 pachtete er in Bad Bergzabern in der Kappeler Straße einen Landmaschinenbetrieb und begann mit der Fertigung selbstkonstruierter Motorradmotoren und verkaufte sie als Einbaumotoren an verschiedene Motorradhersteller. Die Firma expandierte und zog in den Woodbachweg um.

1920 legte Küchen seine Mechanikermeisterprüfung in Kaiserslautern ab.

1924 wurde die Motorenfertigung nach Bruchsal bzw. nach Heilbronn und Lahr verlegt.
Die "K"-Einbaumotoren hatten zeitweise einen Marktanteil von 50% auf dem deutschen Markt.
Nach der Weltwirtschaftskrise wirkte Küchen als Chefkonstrukteur bei folgenden Werken:
Triumph (1931), Zündapp (1931-34), Auto-Union (DKW) (1934-36); Victoria (1936-38) und von 1938 bis Kriegsende wieder bei Zündapp. Neben seiner Tätigkeit als Chefkonstrukteur stellte Küchen in eigenen Werken Flugzeugteile her.
Die Firma Küchen (heute MOTOMAK) fertigt Motorenteile und hat die VW-Vertretung für den Großraum Ingolstadt.
Die Konstruktionsunterlagen von Richard Küchen füllen Bände. In der deutschen Motorrad-Industrie hat Richard Küchen den Ruf als einer der anregendsten Konstrukteure.

Wenn heute in unseren Autos keine Ventile mehr klappern, sondern der hydraulische Ventilstößel das obligatorische Spiel ausgleicht, so ist dies das Werk von Richard Küchen.

Richard Küchen verstarb am 5. Oktober 1974 in Ingolstadt.


Quelle: Wikipedia